Am späten Samstagnachmittag um 17:25 Uhr wurden wir zu einem Balkonbrand gerufen. Doch schon auf der Anfahrt war klar: Das Ausmaß ist weitaus größer. Das Feuer breitete sich rasant von einer Terrasse ins Gebäudeinnere und schließlich bis in den Dachstuhl aus. Zwei Wohnhäuser standen in Vollbrand. Die Treppenhäuser waren sofort nicht mehr sicher begehbar, was einen Innenangriff im Dachbereich unmöglich machte. Ein Durchzünden des Dachstuhls erforderte einen massiven Außenangriff über Drehleiter und Teleskopmast.
Knapp 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr Wetzlar von insgesamt 9 Einsatzabteilungen und insgesamt über 100 Helfer aller Organisationen kämpften gegen die Flammen.
Dank unserer Drohnenstaffel konnten versteckte Glutnester per Wärmebildkamera aufgespürt und gezielt mit Löschschaum bekämpft werden. Während die Einsatzabteilungen Blasbach und Münchholzhausen die Brandwache und Ausleuchtung über Nacht übernahmen, leisteten die hauptamtlichen Kräfte eine Sonderschicht: über 40 Atemschutzgeräte und auch Einsatzkleidung wurden noch in der Nacht gereinigt und für den nächsten Einsatz bereitgemacht.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über Radiodurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Nauborner Straße blieb während der gesamten Löscharbeiten voll gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen im Individualverkehr sowie im ÖPNV führte.
Wir möchten auch nochmal daran erinnern, dass Passanten und Zuschauer, Absperrungen unbedingt zu respektieren und die Einsatzstellen nicht eigenmächtig zu betreten, um die eigene Gesundheit nicht durch Brandgase zu gefährden. Leider mussten wir auch diesmal feststellen wie Passanten sogar mit Kleinkindern die Absperrungen passierten.
Die Bewohner sind glücklicherweise unverletzt und kamen bei Bekannten unter. Die Gebäude sind aktuell nicht sicher begehbar.
Wir konnten um um 00:20 Uhr der Leitstelle „Feuer aus“ melden. Der Einsatz war für die Feuerwehr um 6:00 Uhr beendet.
DANKE!!!
Ein riesiges Lob an die Einsatzabteilung Blasbach, die ad hoc die Verpflegung stemmte – unterstützt durch das Globus-Team Dutenhofen. An einem Samstagabend ist das eine logistische Spitzenleistung!
DANKE an das THW, die Malteser, die enwag und die Polizei für die starke Zusammenarbeit.
DANKE auch an die Nachbarschaft für die Versorgung mit Kaffee. Wir schätzen diese tolle Unterstützung sehr!
Bereits am Silvesterabend waren wir im Einsatz. In der Philippstraße in Niedergirmes kam es in einem Gebäudekomplex um 21:02 Uhr zu einem kleinen Brand durch den unsachgemäßen Umgang mit einer Shisha. Das Feuer konnte durch die Einsatzkräfte schnell gelöscht werden, anschließend sorgten wir für die Entrauchung des betroffenen Bereichs. Zudem wurde die Feuerwehr Hermannstein kurz vor 23 Uhr zu einem Wassereinbruch in einem Wohnhaus alarmiert.
In der Neujahrsnacht zu 2026 waren wir dann im gesamten Stadtgebiet stark gefordert. Insgesamt mussten 7 Einsätzen abgearbeitet werden. Rund 80 Feuerwehrangehörige waren dabei beteiligt. Parallel dazu führte die Wache Innenstadt den traditionellen Brandsicherheitsdienst zum Jahreswechsel durch. Hierfür war eine Gruppe mit neun Einsatzkräften in Bereitschaft in der Wache.
Der erste Einsatz im neuen Jahr erfolgte bereits kurz nac h Mitternacht um 00:20 Uhr: In Niedergirmes brannte eine Thuja-Hecke. Bereits eine Minute später wurde ein weiterer Heckenbrand im Stadtteil Büblingshausen gemeldet. In der Wetzlarer Kernstadt kam es zudem zu Bränden mehrerer Mülleimer. Ein gemeldeter Scheunenbrand um 00:41 Uhr in der Wetzlarer Straße in Dutenhofen stellte sich glücklicherweise lediglich als kleiner Brand im Hofbereich heraus.
In Garbenheim gerieten größere Müllcontainer in der Bachstraße an einem Wohnhaus in Brand. Zudem brannte ein Fahrzeug im Westend.
Bei allen Einsätzen entstand ausschließlich Sachschaden. Als Brandursache konnten überwiegend Feuerwerkskörper festgestellt werden. Die weiteren Ermittlungen zur genauen Brandursache übernimmt hier jeweils die Polizei.
Die Feuerwehr Wetzlar weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Feuerwerksbatterien nach dem Abbrennen unbedingt mit Wasser abgelöscht werden müssen. Entlang von Straßenrändern wurden mehrere Batterien festgestellt, die noch glimmten oder erneut in Brand geraten waren und somit eine erhebliche Brandgefahr darstellten.
Mülleimerbrand in GarbenheimBrennende Thuja-Hecke in NiedergirmesGemeldeter Scheunenbrand in Dutenhofen IGemeldeter Scheunenbrand in Dutenhofen II
Wehrführer Frank Pelz freut sich über eine sehr stabile Mannschaftsstärke in Gabenheim. 43 Mitglieder zählt die Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr. Mehr als ein Viertel davon sind Frauen. Eine durchaus positive Entwicklung. Pelz fand in seinem Bericht aber auch mahnende Worte. So findet er die geringe Mitgliederzahl von 7 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr alarmierend. Gerade dieser Nachwuchsarbeit müsse intensiv und mit Nachdruck Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Jugendwart Marcel Wegman schilderte in seinem Bericht die Schwierigkeiten mit der nachlassenden Motivation der Jugendlichen, da durch die erheblichen Einschränkungen einige Jugendliche die Lust verloren und deshalb aufgehört haben. Die Jugendlichen, die noch in der Jugendfeuerwehr sind, tun ihr Bestes, um wieder Lust auf Feuerwehr zu bekommen. Ein Problem von vielen seien die schlechten räumlichen Bedingungen im Feuerwehrhaus, so der Jugendwart.
Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Garbenheim laut Pelz 36 Einsätze. Im Vergleich zum Vorjahr waren das sechs Einsätze mehr. Hervorzuheben seien hier unter anderem zwei LKW-Brände auf der Autobahn und ein Dachstuhlbrand. Aber auch bei Wald- und Vegetationsbränden war die Feuerwehr aufgrund der sommerlichen Hitze und Trockenheit gefordert.
Die Pandemie stellte die Feuerwehr Garbenheim auch im vergangenen Jahr vor einige Herausforderungen. Der Übungsdienst konnte jedoch unter besonderen hygienischen Bedingungen und freiwilligen Selbsttests vor Ort fortgeführt werden. Die Übungen finden nun im wöchentlichen Rhythmus statt, was sich bewährt hat und auch in Zukunft beibehalten werden soll. Besonders erfreut ist die Wehrleitung über die Fortbildungsbereitschaft der Einsatzkräfte. So wurden im vergangenen Jahr 24 Lehrgänge und Seminare auf Stadt-, Kreis- und Landesebene besucht. Zum Thema Neubau konnte Pelz berichten, dass das Ausschreibungsverfahren für einen Generalplaner weitestgehend abgeschlossen ist. Er wird mit der Planung von zwei Gerätehäusern für Garbenheim und Dutenhofen beauftragt. Pelz hofft, dass die Förderanträge noch in diesem Jahr gestellt werden können, um die prekäre Raumsituation schnell zu beheben.
Auch der Musikzug, der in Garbenheim eine lange Tradition hat, ist eine Lösung in greifbarer Nähe. Damit wird es bald wieder möglich sein, einen geregelten Probenbetrieb aufzunehmen.
Bei den Neuwahlen des Feuerwehrausschusses wurden Frank Pelz als Wehrführer und Ralf Lautz als sein 1. Stellvertreter wiedergewählt. Maximilian Buhl, Marcel Wegmann und Michael Lautz komplettieren den neu gewählten Feuerwehrausschuss.
BEFÖRDERUNGEN UND EHRUNGEN
Befördert wurden Celine Wucke zur Feuerwehrfrau. Chantal Kaiser, Alina Lautz und Annika Lautz zur Oberfeuerwehrfrau. Lukas Grölz zum Hauptfeuerwehrmann. Janine Förster erhielt das Brandschutzehrenzeichen der Stadt Wetzlar.
„Über dreieinhalb Jahre arbeiteten insgesamt 10 Kommunen gemeinsam in der Arbeitsgemeinschaft Atemschutzpool“, berichtete Erwin Strunk, Amtsleiter vom Amt für Brandschutz der Stadt Wetzlar, bei der Übergabe der neuen Atemschutztechnik. „Die neue Überdrucktechnik entspricht den aktuellen Standards“.
Teilnehmer des Atemschutzpools sind die Kommunen Aßlar, Bischoffen, Ehringshausen, Hohenahr, Hüttenberg, Lahnau, Leun, Schöffengrund, Solms und Wetzlar.
Bisher wurden sogenannte „Normaldruckgeräte“ verwendet, die teils über 20 Jahre im Einsatzdienst verwendet wurden. Für diese Ausführung stellen die Hersteller in den nächsten Jahren die Ersatzteilversorgung ein. Neben dem Alter der Geräte ist dies ein weiterer Grund für die Umstellung auf die neuere Überdruckgerätetechnik.
Für die Atemschutzgeräteträger ergibt sich durch die Umstellung ein deutlicher Gewichtsvorteil durch die Verwendung von leichteren CFK-Flaschen.
Für die 10 Kommunen wurden 450 Geräte nebst Zubehör beschafft. Durch das Verfahren konnten gegenüber vergleichbaren Beschaffungen rund 40% der geplanten Kosten eingespart werden. Dies dürfte die Gemeindevorstände angesichts leerer Kassen freuen.
Die Feuerwehr der Stadt Wetzlar hat die Projektleitung für diese Maßnahme und die europaweit auszuschreibende Beschaffung übernommen. Die Ausschreibung und der Kontakt mit den entsprechenden Herstellern wurden zentral koordiniert.
Die Gerätschaften werden zentral für alle teilnehmenden Kommunen in der Wetzlarer Atemschutzwerkstatt gewartet.
Es war für die Mitarbeiter im Amt eine große Herausforderung, denn zeitgleich musste der Umzug der Feuerwehr abgewickelt werden. Hinzu kamen die Waldbrände im Lahn-Dill-Kreis und den damit verbundenen Aufwand in den Werkstätten. Für die Vorbereitung zur Umsetzung des Projektes wurden alleine in der Atemschutzwerkstatt für die Kennzeichnung, Registrierung und einer Eingangsprüfung rund 380 Stunden aufgebracht. Weitere 245 Stunden kamen für die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft nach der Einweisung der Kräfte in die neue Technik und erste Übungen hinzu.
Bisher war für die Abholung der gewarteten Geräte immer eine zweite Fahrt notwendig und das Einsatzfahrzeug war in der Zwischenzeit nur bedingt einsatzbereit. Das gehört ab sofort der Vergangenheit an. Mit der Umsetzung des Atemschutzpools können die Feuerwehren, die benutzen Geräte künftig rund um die Uhr abgeben und die Fahrzeuge sofort mit gewarteten Geräten bestücken.
Aufgrund der interkommunalen Zusammenarbeit der 10 Kommunen, verbunden mit dem dauerhaften Einsparpotential und dem sehr günstigen Einkauf sieht Strunk die Chance, dass das Projekt vom Land Hessen mit Fördermitteln unterstützt wird. Auf jeden Fall wird von den teilnehmenden Kommunen ein Antrag gestellt.
Für die neue Atemschutztechnik wurden Multiplikatoren geschult, so dass in kürzester Zeit eine Umstellung in allen Kommunen abgeschlossen werden konnte.
Am Tag der Übergabe erfolgte für alle Atemschutzbeauftragten der Kommunen ein Workshop, um die Abläufe im neu geschaffenen Atemschutzpool vorzustellen.
In Wetzlar wird zukünftig ein „Rund-um-Service“ mit dem Atemschutzpool für die teilnehmenden Kommunen, sowie für die Geräte der Atemschutzstrecke befinden, die von der Feuerwehr Wetzlar im Auftrag des Lahn-Dill-Kreises betrieben wird, durchgeführt.
Am späten Samstagnachmittag wurde die Einsatzabteilung der Feuerwehr Niedergirmes zu einem PKW-Brand alarmiert. Bei Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges in der Hermannsteiner Straße stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Ein Trupp unter Atemschutz konnte das Feuer schnell löschen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Der Verkehr wurde während des Einsatzes durch die Polizei umgeleitet. Die Fahrbahn wurde durch die starke Hitze in Mitleidenschaft gezogen.
25 Feuerwehrkameraden der Einsatzabteilung aus Niedergirmes stellten sich einem Übungsszenario „Untertage“ in der Grube Malapertus. Eine bisher eher unübliche Einsatzlage, die aber bei den laufenden Ausbauarbeiten oder nach der Eröffnung des Besucherbergwerks durchaus realistisch sein kann.
Im mittleren Stollen des Bergwerks, der sog. Bruchstollen, war ein Besucher kollabiert. Darüber hinaus war auch der Aufzug ausgefallen, so dass ein Zugang für die Einsatzkräfte nur über die Treppe möglich war.
Eine besondere Herausforderung war vor allem die Kommunikation. Daher mussten verschiedene Posten aufgestellt werden, die die Kommunikation nach „oben“ sicher stellten. So konnte der Einsatzleitung jederzeit ein Lagebericht mitgeteilt werden. Die Funkgeräte der Feuerwehr, egal ob analog oder digital, stoßen unter Tage schnell an ihre Grenzen.
Zwei Trupps konnten die Person mit Hilfe der betreuenden Bergleute in einer bereitgestellten Schleifkorbtrage fixieren und zum Transport vorbereiten. In der Grube mussten zunächst ein paar Hindernisse überwunden werden. Mit Seilen und viel Muskelkraft wurde aber auch diese zügig überwunden. Da ein Transport über die Treppenanlage sehr zeitintensiv ist, wurde ein Weg in Richtung Dillstollen gewählt, der in Höhe des Linsenberges endet.Über diesen fast ein Kilometer langen und schnurgeraden Stollen, musste die Person nach draußen getragen werden. Dieses Unterfangen verlangte den Einsatzkräften einiges ab, schließlich wiegt so eine Übungspuppe ca. 70 kg. Um diese Strecke trotzdem bewältigen zu können, wechselten sich die tragenden Kräfte regelmäßig ab.
Bis zur Eröffnung des Besucherbergwerks werden sicherlich noch einige Übungen folgen, in die auch Spezialkräfte aus dem Lahn-Dill und anderen Landkreisen eingebunden werden. Die Erkenntnisse aus dieser Übung und den vorausgegangenen Begehungen haben aber jetzt schon wertvolle Erkenntnisse gebracht, die der Betreiberverein in das zu erstellende Rettungskonzept einfließen lassen kann. Die Feuerwehr profitiert hier natürlich auch, da sie das Grubengelände durch die Übungen und Begehungen kennenlernen und sich so auf evtl. Notfälle bereits frühzeitig einstellen kann
Am vergangenen Dienstag gegen 5:39 Uhr wurden die Einsatzkräfte aus Hermannstein und Niedergirmes aus dem Schlaf gerissen. Gemeldet wurde ein brennendes Wohnmobil an einem Wohngebäude.
Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte stand das Wohnmobil bereits in Vollbrand. Dieses hatte sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbstständig gemacht und rollte in das Grundstücksinnere. Durch die hohe Wärmestrahlung wurde ein geparkter Hyundai auf dem Nachbargrundstück in Mitleidenschaft gezogen. Glücklicherweise konnten die Wohnmobilbesitzer noch zwei Gasflaschen aus dem Wohnmobil bergen, wodurch keine Gefahr durch diese bestand.
Zwei Trupps unter Atemschutz brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Da einzelne Glutnester immer wieder aufflammten, wurden geringe Mengen Schaummittel eingesetzt, um diese zu ersticken.
Auch an beiden Gebäuden entstand, durch geborstene Fenster und geschmolzene Rollos, Sachschaden. Ein Übergreifen des Feuers konnte durch die Feuerwehr jedoch verhindert werden.
Im Neuen Rathaus konnte Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent, Manfred Wagner (SPD), 8 motivierte Führungskräfte der Feuerwehr Wetzlar begrüßen. Sie wurden durch eine Neu- oder Wiederwahl zu Wehrführern oder Stellvertretern in ihrem jeweiligen Standort gewählt. Hierzu werden Sie ernannt und zu Ehrenbeamten berufen. Als Ehrenbeamtin oder Ehrenbeamter kann berufen werden wer z.B. wie in diesem Fall hoheitliche Aufgaben wahrnimmt. Oberbürgermeister Wagner hob hervor, dass die Wehrführer und deren Stellvertreter das gelebte Ehrenamt darstellen und auch nach außen das Gesicht der jeweiligen Feuerwehrabteilungen repräsentieren. So sind diese Führungskräfte oftmals die Ansprechpartner für Bürger aber auch für Politik und Amtsleitung im jeweiligen örtlichen Bereich. Erwin Strunk, Leiter der Feuerwehr, sagte besorgt, dass es immer schwieriger sei Personal zu finden. Dennoch sei er froh, dass es immer noch engagierte Feuerwehrkameradinnen und -Kameraden gibt, die sich in Wetzlar für die Sicherheit ihrer Bürger über das normale Maß hinaus einsetzen.
linke Reihe von unten: Erwin Strunk (Leiter der Feuerwehr), Matthias Hüller (Wehrführer Dutenhofen), Marco Lang (Stv. Wehrführer Münchholzhausen) mittlere Reihe von unten: Christian Failing (Wehrführer Büblingshausen), Simon Hildebrandt (2. Stv Wehrführer Dutenhofen), Stefan Böhm (2. Stv Wehrführer Büblingshausen)rechte Reihe von unten: Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD), André Weber (Stv Wehrführer Dutenhofen), Christian Schmehl (Wehrführer Naunheim), Jens Feth (Stv Wehrführer Naunheim)
Bei einer gemeinsamen Übung, bei strahlendem Sonnenschein, auf dem Ikea-Gelände, waren ca. 100 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Wetzlar, der THW Jugend und dem Malteser Hilfsdienst am letzten Sonntag gefordert. Insgesamt 28 Verletztendarsteller aus unterschiedlichen Wetzlarer Kinderfeuerwehren galt es zu retten. Für eine realistischere Darstellung wurden sie im Vorfeld der Übung von Mitgliedern des Malteser Hilfsdienstes professionell geschminkt.
Zunächst hatte die automatische Brandmeldeanlage des IKEA ausgelöst. Die ersten Kräfte stellten bereits fest, dass es sich um einen Einsatz handelte, der noch mehr Kräfte erforderte. Sie wurden prompt nachalarmiert und trafen nach und nach mit Blaulicht und Martinhorn am Übungsorten ein.
Der Großbrand im schwedischen Möbelhaus hatte einige Herausforderungen parat. So musste sich die Jugendfeuerwehr auf die Rettung der Personen im Gebäude konzentrieren und das imaginäre Feuer bekämpfen. Mit dem Teleskopmast der Einsatzabteilung Innenstadt wurden Personen aus dem Dach vom Technikgebäude gerettet. In einem Teilbereich waren die Fluchtwege teilweise durch Rauch versperrt, der mittels einer Nebelmaschine simuliert wurde.
Das THW musste eine Person retten, die unter einem Container eingeklemmt war. Eine zweite Person saß auf einem Containerdach fest und musste mit Leitern und einer Trage nach unten gebracht werden.
Die Versorgung der Verletzten übernahm der Malteser Hilfsdienst, der nach einer ersten Sichtung die Verletzten weiter am Behandlungsplatz betreute. Zur weiteren Behandlung wurden der Transport in umliegende Krankenhäuser simuliert.
Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) war begeistert über den sehr hohen Ausbildungsstand der Wetzlarer Hilfsorganisationen, den er persönlich während der Übung beobachten konnte. Er unterstrich wie wichtig diese Ehrenämter für die Gesellschaft sind. Der Leiter der Feuerwehr Wetzlar, Erwin Strunk, wünschte sich das möglichst alle Jugendliche auch später in den Einsatzabteilungen ehrenamtlich tätig sein werden. Stadtjugendwart Andre Weber, der zusammen mit seinem Stellvertreter René Kauferstein die Übung organisiert hatte, war sehr erfreut über die Leistung, die alle gezeigt hatten. Er dankte der IKEA-Geschäftsführung für die Möglichkeit auf dem Gelände zu üben.
Zwei neue Mannschafttransportfahrzeuge konnte Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) zusammen mit dem Leiter der Feuerwehr Wetzlar, Erwin Strunk, in Dienst stellen.
Die Fahrzeugübergabe fand am Neuen Rathaus zusammen mit Vertretern der Feuerwehr Wetzlar statt. Oberbürgermeister Wagner freute sich, dass die Beschaffung im Rahmen des Bedarfs- und Entwicklungsplanes und trotz des angespannten Haushaltes reibungslos verlief. Es handelte sich um die erste Auslieferung von insgesamt 5 Fahrzeugen dieser Art mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 215.000 EUR
Die Fahrzeuge ersetzen jeweils ein 22 bzw. 24-jähriges Mannschaftstransportfahrzeug in den Einsatzabteilungen Büblingshausen und Naunheim. Die Fahrzeuge auf Basis eines Ford Transit haben eine zulässige Gesamtmasse von 3,5 Tonnen und dienen dem Transport von bis zu 9 Einsatzkräften. Ausgestattet sind die Fahrzeuge mit einer Durchsageeinheit zur Warnung der Bevölkerung, doppelte Warnbalken und einer Heckwarnbeklebung zur besseren Wahrnehmung. Darüber hinaus sind die Fahrzeuge mit Digitalfunk sowie Material zur Verkehrsabsicherung ausgestattet.
Die Fahrzeuge werden auch in der Jugend- und Kinderfeuerwehr sowie für Brandsicherheitsdienste eingesetzt.
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