Zum Hauptinhalt springen

Autor: alotz

Unwetter trifft Münchholzhausen

Ein extremes Unwetter mit starkem Wind und Regenfällen hat den Wetzlarer Stadtteil Münchholzhausen mit voller Wucht getroffen. In Summe sind ca. 60 Häuser beschädigt. Die Schäden reichen von einzelnen fehlenden Dachziegeln bis hin zu einer totalen Dachabdeckung. Teilweise sind Dachteile bis zu 100 Meter weit geflogen.

Wir sind mit den Stadtteilwehren Münchholzhausen, Dutenhofen, Büblingshausen, der Innenstadt, dem Einsatzleitwagen aus Hermannstein und einem großen Kräfteaufgebot des Technischen Hilfswerkes vor Ort. Die Gießener Straße ist bis auf weiteres nicht mehr befahrbar. Das hat auch einen Einfluss auf den Busverkehr.

Aktuell sind alle Schäden aufgenommen und wir beginnen mit einer priorisierten Abarbeitung der Einsatzstellen. Nach jetzigem Stand wird das die ganze Nacht andauern. Ziel ist es hierbei, weiteres Eindringen von Wasser in die Gebäude zu verhindern und absturzgefährdete Teile von Fassaden und Dächern zu sichern. An mehreren Gebäuden müssen Teilbereiche abgestützt werden. Die Beurteilung der Statik erfolgt durch zwei Baufachberater des THW aus Dillenburg und Siegen.

Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand.

Im Innenstadtbereich mussten zudem mehrere umgestürzte Bäume entfernt werden.

Hinweis: Wenn auch ihr von Schäden betroffen seid, wendet Euch  zur Beseitigung dieser, bitte an Eure Versicherung und an die örtlichen Handwerker. Die Feuerwehr und das THW sind nur für die akute Abwendung von Gefahren zuständig. 

Kleine Randnotiz: Um die zentrale Leitstelle bei solchen Einsatzlagen bei der Abwicklung der Einsätze zu entlasten, besetzen wir die sog. Landfunkstelle und koordinieren die Einsätze im Stadtgebiet dann selbst. Heute kam erstmals die neue Landfunkstelle im am Samstag übergebenen Neubau der Wache in der Innenstadt zum Einsatz.

 

Was passiert nach einem Einsatz?

Wir werden immer mal wieder gefragt, was wir nach einem Einsatz noch zu tun haben und was mit den verschmutzten Schläuchen, der Kleidung oder mit leeren Atemschutzgeräten passiert. Gerne wollen wir Euch die Fragen dazu beantworten und schauen uns an, was nach dem Einsatz in der Wetzlarer Straße in Nauborn noch getan werden musste.

Die leeren und mit Brandrauch, Ruß und anderen Verschmutzungen kontaminierten Atemschutzgeräte werden noch an der Einsatzstelle an einem zentralen Ort gesammelt und danach mit einem Logistikfahrzeug in die Atemschutzwerkstatt transportiert. Die Brandschutzkleidung und der Helm der unter Atemschutz eingesetzten Einsatzkräfte wird an der Einsatzstelle ausgezogen bzw. abgelegt und in Säcke verpackt. Die Stiefel werden vor Ort gereinigt und die Einsatzkräfte ziehen als Ersatzkleidung Trainingsanzüge an. Die Säcke mit der kontaminierten Kleidung werden dann in die Wäscherei gebracht. Die Wäscherei und die Atemschutzwerkstatt befindet sich aktuell noch in den Räumlichkeiten der Interimswache in der Ludwig Erk Straße. Gleiches passiert mit den verschmutzten Schläuchen und anderen Gerätschaften.

Die aus dem Einsatz entlassenen Einsatzkräfte fahren dann ebenfalls die Ludwig-Erk-Straße an, um die Fahrzeuge dort mit neuen Schläuchen, Atemschutzgeräten und anderen Verbrauchsmaterialien zu bestücken und damit wieder einsatzbereit zu machen. Aus dem dort angesiedelten Kleidungspool können sich diejenigen, die ihre Brandschutzkleidung zur Reinigung abgegeben haben, mit sog. Poolkleidung ausstatten. Diese können sie dann so lange tragen, bis die eigene Kleidung gewaschen zurück ist. Auf dem Weg in die eigenen Feuerwehrhäuser wird dann auch gleich noch das Fahrzeug getankt, was mittels Tankkarte an fast jeder Wetzlarer Tankstelle funktioniert. Die Fahrzeugführer fertigen dann im jeweiligen Standort einen Einsatzbericht an und dokumentieren separat, wenn Kräfte unter Atemschutz eingesetzt waren. Evtl. aufgetretene Defekte an Fahrzeugen oder Geräten werden im Einsatzbericht ebenfalls dokumentiert und zudem in einem digitalen Ticketsystem erfasst, so dass sich unsere Hauptamtlichen um eine Reparatur oder eine Ersatzbeschaffung kümmern können. Damit endet die Arbeit für uns Ehrenamtliche.

Im Fall des Einsatzes in der Wetzlarer Straße wurden 40 Atemschutzgeräte gereinigt und geprüft. 50 Atemschutzmasken gereinigt, desinfiziert und geprüft. 50 Garnituren Brandschutzkleidung gewaschen und auf Beschädigungen geprüft, 65 Schläuche wurden gewaschen und ebenfalls geprüft. Das alles übernehmen unsere Hauptamtlichen Kräfte. Gerade die Prüfung der Gerätschaften ist sehr wichtig, denn wir müssen uns im Einsatzfall auf das Funktionieren unserer Gerätschaften verlassen können.

Aktuell arbeiten wir an einem Hygienekonzept, dass unsere Abläufe im Sinne der Gesundheitsvorsorge deutlich verbessern wird. Ziel dieser ganzen Maßnahmen ist es, dass es keine Kontaminationsverschleppung gibt. Rußpartikel und andere Rückstände aus dem Brandrauch und Brandschutt sind hochgradig Gesundheitsschädlich. Es gibt eine festgelegte Reihenfolge, wie die Bekleidung ausgezogen wird und die dabei helfenden Einsatzkräfte tragen Einmalhandschuhe und eine FFP2 Maske. Der Neubau des Feuerwehrhauses in der Innenstadt nimmt dabei eine ganz entscheidende Rolle ein. Neueste Gerätschaften und auf Arbeitsabläufe abgestimmte Räumlichkeiten für die Reinigung, Wartung und Instandsetzung unserer Geräte können dann genutzt werden. Auch hier steht der Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden im Fokus.

Auch alle anderen Stadtteilwehren profitieren dabei von dem Neubau. Sowohl beim Vorgängerbau, als auch jetzt bei der Interimslösung in der Ludwig-Erk-Straße, stehen wir beim aufrüsten unserer Fahrzeuge bei Wind und Wetter auf dem Hof. Im Neubau gibt es eine separate Halle, in der die Fahrzeuge wieder bestückt werden können. Schläuche, Atemschutzgeräte und weitere Verbrauchsmaterialien sind dann direkt in den angrenzenden Lagerräumen untergebracht und können auf kurzem Wege entnommen und in die Fahrzeuge geräumt werden.

Die Brandschutzkleidung dreht ihre Runden in der Waschmaschine
Die Schlauchwaschmaschine prüft die Schläuche auf auf Dichtigkeit
Das Schlauchlager in der Ludwig-Erk-Straße
Prüfung eines Atemschutzgerätes
Die Atemschutzmasken nach der Reinigung

Wohnhaus in Nauborn brennt komplett aus

In der Wetzlarer Straße in Nauborn stand ein Gebäude im Vollbrand. Bei unserem Eintreffen hatten alle Bewohner das Gebäude bereits verlassen. Es schlugen Flammen aus den Fenstern und die immense Rauchsäule zeigte uns schon von weitem dem Weg zur Einsatzstelle. Ein Bewohner wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht, 7 weitere Personen wurden vor Ort vom Rettungsdienst gesichtet.

Die primär zuständige Feuerwehr Nauborn und die initial mitalarmierten Kräfte aus der Innenstadt leiteten sofort einen ersten Löschangriff ein. Vom Technischen Einsatzleiter wurden sofort nach seinem Eintreffen die Wehren aus Büblingshausen und Niedergirmes nachalarmiert. Kurz danach auch noch die Wehr aus Garbenheim. Wir setzten auf der Vorderseite zwei Wenderohre über den Teleskopmast und die Drehleiter ein. Im Innenangriff kamen mehrere Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Im Aussenangriff setzten wir ein weiteres Wenderohr und mehrere Strahlrohre ein, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Für die Wasserversorgung nutzten wir in der Anfangsphase auch den Swimmingpool des betroffenen Gebäudes. Durch die starke Rauchentwicklung lösten wir eine Bevölkerungswarnung aus, die über die Warnapps verbreitetet wurden. Diese Warnung konnten wir ca. eine Stunde später wieder aufheben lassen.

Die Einsatzstelle wurde in zwei Abschnitte eingeteilt, so dass wir sowohl von der Straßenseite als auch von der Rückseite des Gebäudes einen Umfangreichen Löschangriff durchführen konnten. Da das betroffene Gebäude in einem Hinterhof steht, war die Positionierung der Drehleiter eine echte Millimeterarbeit.

Nach ca, zwei Stunden hatten wir das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich allerdings bis in den Sonntag hin. Der angeforderte Baufachberater des THW – Dillenburg schätzte die Statik des Gebäudes so instabil ein, daß Teilbereiche nicht mehr betreten werden durften. Das erschwerte die nötigen Nachlöscharbeiten erheblich.

Der Energieversorger war vor Ort, um das Gebäude vom Stromnetz zu trennen. In diesem Bereich von Nauborn werden die Häuser noch über Freileitungen übers Dach eingespeist, was die Arbeiten für den Energieversorger erheblich erschwerte. Zeitweise war der komplette Straßenzug ohne Strom.

Zur Verpflegung der Einsatzkräfte wurde die Feuerwehr Blasbach an die Einsatzstelle gerufen. Um auf weitere Atemschutzgeräteträger zurückgreifen zu können, wurde außerdem die Feuerwehr Schöffengrund Schwalbach am späten Nachmittag nachalarmiert.

Die Feuerwehr Dutenhofen stellte bis Mitternacht eine Brandwache.

Am Sonntag Vormittag stieg erneut Rauch aus der Brandruine auf, so dass die Stadtteilwehren aus Nauborn, der Innenstadt, Büblingshausen und Steindorf erneut die Einsatzstelle anfahren mussten. Um an die letzten Glutnester heranzukommen, wurde die Feuerwehr Herborn mit deren Teleskoplader angefordert. Diese Maßnahme zeigte Erfolg, so dass wir die Einsatzstelle am Sonntag Nachmittag dann endgültig verlassen konnten.
In Summe waren ca. 120 Einsatzkräfte vor Ort tätig.

❤️lichen Dank sagen wir vor allem an die Nachbarschaft in der Wetzlarer Straße und viele weitere Nauborner Bürger, die uns während des gesamten Einsatzes mit Getränken versorgten, Sitzmöglichkeiten für unsere Einsatzkräfte zum Ausruhen zur Verfügung stellten oder in der Anfangsphase auch beim verlegen der mehr als 150 Meter langen Schlauchleitung zur Wasserversorgung im unteren Bereich der Einsatzstelle halfen.
Ein ganz besonderer Dank geht an die Bäckerei Schäfer, die uns kostenlos während des gesamten Samstages und Sonntages mit Brötchen, Kaffeestückchen, Kaffee und Getränken versorgten.

Für die wie immer sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung danken wir dem Malteser Hilfsdienst Wetzlar, dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen, dem THW-Wetzlar und Dillenburg sowie den Feuerwehren Schöffengrund und Herborn.

 

Scheunenbrand in Wetzlar – Münchholzhausen

[et_pb_section fb_built=“1″ admin_label=“section“ _builder_version=“4.16″ global_colors_info=“{}“][et_pb_row admin_label=“row“ _builder_version=“4.16″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“ global_colors_info=“{}“][et_pb_column type=“4_4″ _builder_version=“4.16″ custom_padding=“|||“ global_colors_info=“{}“ custom_padding__hover=“|||“][et_pb_text admin_label=“Text“ _builder_version=“4.16″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“ global_colors_info=“{}“]

In der Bruchstraße im Wetzlarer Stadtteil Münchholzhausen hat es heute in einer Scheune gebrannt. Im eng bebauten Ortskern brach im Außenbereich zwischen einem Nebengebäude des Wohnhauses und der eigentlichen Scheune ein Feuer aus. Das Feuer griff rasch auf den Dachstuhl und den Innenbereich von zwei Scheunen über, in denen z.T. noch geringe Mengen Heu und Stroh lagerten. 

Wir konnten unter Einsatz von zwei C-Rohren und zwei Trupps unter Atemschutz eine weitere Ausbreitung verhindern. Die zwei betroffenen Scheunen und der Anbau des Haupthauses wurde umfangreich von uns mittels Wärmebildkameras auf Glutnester kontrolliert. Bereits 30 Minuten nach dem Alarm konnte die Rückmeldung Feuer aus gegeben werden. Die primär zuständige Feuerwehr Wetzlar – Münchholzhausen blieb zur Brandnachschau noch bis 12:45 Uhr vor Ort und wiederholte die Messungen mit der Wärmbildkamera. Es wurden keine weiteren Glutnester gefunden. 

Im Einsatz waren die ehrenamtlichen Kräfte aus Münchholzhausen, Dutenhofen und der Innenstadt. Zudem war der Einsatzleitwagen aus Hermannstein und der diensthabende Pressesprecher vor Ort. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Wetzlar. 

In Summe waren seitens der Feuerwehr 40 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen beteiligt.  

Ein herzliches Dankeschön an die Anwohner der Bruchstraße, die uns bei Hochsommerlichen Temerperaturen mit kalten Getränken versorgt haben. 

[/et_pb_text][et_pb_image src=“https://feuerwehr-wetzlar.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_6094.jpeg“ _builder_version=“4.27.4″ _module_preset=“default“ title_text=“IMG_6094″ hover_enabled=“0″ sticky_enabled=“0″][/et_pb_image][et_pb_image src=“https://feuerwehr-wetzlar.de/wp-content/uploads/2026/07/IMG_6096.jpeg“ _builder_version=“4.27.4″ _module_preset=“default“ title_text=“IMG_6096″ hover_enabled=“0″ sticky_enabled=“0″][/et_pb_image][/et_pb_column][/et_pb_row][/et_pb_section]

Verpuffung in Hermannsteiner Garage

Bei Arbeiten in einer Garage in der Hermannsteiner Friedenstraße ist es zu einer Verpuffung gekommen. Dabei erlitt eine Person schwere Brandverletzungen. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik der Maximalversorgung gebracht. Zwei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen, 

In der Garage fing als Folge der Verpuffung ein Boot Feuer, was mit zwei Trupps unter Atemschutz und unter Verwendung von zwei C-Rohren sehr schnell abgelöscht werden konnte. Die beiden Trupps suchten auch den Garagenbereich ab, da anfänglich nicht auszuschließen war, ob weitere Personen zum Zeitpunkt der Verpuffung in der Garage waren. Weitere Personen wurden nicht gefunden. 

Für die anschließenden Lüftungsmaßnahmen in der Garage mussten wir das Rolltor mit einem Trennschleifer öffnen. 

Eingesetzt waren die Primär zuständige Feuerwehr Hermannstein, die Hauptamtlichen Kräfte und die Feuerwehr Niedergirmes. 

Seitens des Rettungsdienstes waren drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Rettungshubschrauber Christoph 2 aus Frankfurt vor Ort.

 

Brandstiftungen sorgen für eine unruhige Nacht

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es zu drei Brandeinsätzen, die auf Brandstiftung zurückzuführen sind. In der Rathenaustraße, Schulstraße und am Lahnuferweg waren wir im Einsatz. Bei dem Einsatz in der Schulstraße war die Brandintensität dermaßen heftig, dass es uns nur unter großen Mühen gelang, das Wohnhaus vom Feuer zu schützen. An dieser Einsatzstelle waren die Stadtteilwehren aus Niedergrimes, Hermannstein, Naunheim und der Innenstadt im Einsatz. Das Dach eines am Wohnhaus angebauten Schuppens mussten wir über den Teleskopmast per Hand öffnen, um an die letzten Glutnester zu kommen.
In Summe waren mehr als 50 Einsatzkräfte an den Einsatzstellen tätig oder standen in der jeweiligen Wache in Bereitstellung.
Die Polizei Wetzlar sucht im Zusammenhang mit den Brandstiftungen Zeugen. In deren Pressemeldung heißt es:

Nach den derzeitigen Erkenntnissen gehen die Ermittler von vorsätzlichem Handeln aus. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit den Bränden gemacht haben, werden gebeten sich telefonisch bei der Polizeistation Wetzlar unter (06441) 9180 zu melden.

 

 

 

35 Feuerwehrleute beim 14. Ehrungsabend der Wetzlarer Feuerwehr ausgezeichnet

Ein würdiger Abend voller Dank, Erinnerung und Anerkennung – und ein klares Bekenntnis zum Ehrenamt.

Zum 14. Mal versammelte die Stadt Wetzlar verdiente Feuerwehrfrauen und -männer zu einem Ehrungsabend, der in diesem Jahr einen besonders persönlichen Moment trug: Das Gedenken an Horst Kaiser, Ehrenstadtbrandinspektor, der kürzlich verstorben ist und bis zuletzt als geschätztes Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung der Wetzlarer Feuerwehr gewirkt hatte. Insgesamt 35 verdiente Einsatzkräfte empfingen in feierlichem Rahmen ihre Auszeichnungen.

Oberbürgermeister Manfred Wagner eröffnete den Abend mit Worten des Dankes und des Respekts. Menschen wie die Feuerwehrleute, betonte er, machten das Leben in Wetzlar durch ihren langjährigen Einsatz nicht nur sicherer, sondern auch lebenswerter. Deutlich verurteilte Wagner verbale und tätliche Angriffe auf Einsatzkräfte – ein Phänomen, das in einer sich wandelnden Gesellschaft auch in Wetzlar häufiger zu beobachten sei. Seinen Dank richtete er ausdrücklich auch an die Familien der Feuerwehrangehörigen, die oft auf ihre Liebsten verzichten müssen, damit diese ihren Dienst an der Gemeinschaft leisten können.

Timo Bienko, aus dem Brandschutzdezernat des Regierungspräsidiums Gießen, hob die besondere Bedeutung des freiwilligen Engagements hervor. Er erinnerte an die Bewährungsproben des laufenden Jahres, welche die Wetzlarer Wehren bereits zu bewältigen hatten: einen Großeinsatz am Krankenhaus sowie einen anspruchsvollen Gefahrguteinsatz am Rangierbahnhof, bei dem die Wetzlarer Brandschützer ihre Schlagkraft unter Beweis gestellt hatten.

Erwin Strunk, Leiter der Feuerwehr Wetzlar, gratulierte den Geehrten und dankte der Stadt Wetzlar für die Unterstützung bei der Ausrichtung des Abends. Er betonte, dass die Stadt dadurch zeige, dass ihr das ehrenamtliche Engagement ihrer Feuerwehr wichtig sei. Er sprach seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Amt für Brandschutz seinen besonderen Dank aus und wünschte den Feuerwehrangehörigen, dass sie ihren Dienst auch künftig mit Freude ausüben mögen.

Musikalisch begleiteten Felicia Voina und Dariya Markova den Abend als Violinduo – eine Tradition, die die beiden bereits seit mehreren Jahren pflegen und dem Abend eine besondere Atmosphäre verleihen.

Die Geehrten des Abends:

Anerkennungsprämie Land Hessen · 10 Jahre aktiver Einsatzdienst

  • Maximilian Jung (Büblingshausen)
  • Jule Bertuleit (Hermannstein)
  • Björn Neeb (Niedergirmes)
  • Pascal Nickel (Münchholzhausen)

Anerkennungsprämie Land Hessen · 20 Jahre aktiver Einsatzdienst

  • André Weber (Dutenhofen)
  • Yusuf Colak (Niedergirmes)
  • Jens Weimer (Niedergirmes)

Anerkennungsprämie Land Hessen · 30 Jahre aktiver Einsatzdienst

  • Claudia Meyer (Innenstadt)
  • Christian Poszler (Innenstadt)

Anerkennungsprämie Land Hessen · 40 Jahre aktiver Einsatzdienst

  • Dirk Lautz (Garbenheim)

Silbernes Brandschutzehrenzeichen Land Hessen · 25 Jahre

  • Patrick Bauer (Büblingshausen)
  • Thomas Weiss (Dutenhofen)
  • Fabian Sauer (Innenstadt)
  • Yusuf Colak (Niedergirmes)
  • Attila Kessler (Niedergirmes)
  • Günther Kühn (Niedergirmes)

Goldenes Brandschutzehrenzeichen Land Hessen · 40 Jahre

  • Christian Pfeiffer (Dutenhofen)

Goldene Ehrennadel Land Hessen · Übertritt Alters- und Ehrenabteilung

  • Stefan Biemer (Innenstadt)
  • Frank Viehmann (Dutenhofen)

Brandschutzehrenzeichen Bronze Stadt Wetzlar · 10 Jahre

  • Lisa Ranft, Celina Wucke (Garbenheim)
  • Tim Oschwald (Nauborn)
  • Lasse Momberger (Dutenhofen)
  • Jana Schlosser (Niedergirmes)

Brandschutzehrenzeichen Silber Stadt Wetzlar · 20 Jahre

  • Till Heller (Büblingshausen)
  • Tom Henkel (Blasbach)
  • Steffen Schmidt (Blasbach)
  • Lars Krüger (Dutenhofen)
  • Adrian Weil (Dutenhofen)
  • Marcel Serkis (Steindorf)
  • Steffen Wallbach (Steindorf)

Brandschutzehrenzeichen Gold Stadt Wetzlar · 30 Jahre

  • Tim Jöckel (Hermannstein)

Sonderstufe Brandschutzehrenzeichen Stadt Wetzlar · 40 Jahre

  • Markus Klaus (Büblingshausen)
  • Ralf Lautz (Garbenheim)
  • Björn Höbel (Dutenhofen)

 

Florians Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Bronze

  • Jan-Cedrik Schmeer (Nauborn)
Alle Geehrten des Abends
Goldene Ehrennadel des Landes Hessen. V.l.n.r. Erwin Strunk (Leiter der Feuerwehr), Stefan Biemer, Frank Viehmann, Oberbürgermeister Manfred Wagner, Timo Bienko (RP Giessen)
40 Jahre im Dienste der Feuerwehr Wetzlar v.l.n.r. Oberbürgermeister Manfred Wagner, Björn Höbel, Ralf Lautz, Markus Klaus, Timo Bienko (RP-Giessen), Erwin Strunk (Leiter der Feuerwehr)
Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr v.l.n.r. Oberbürgermeister Manfred Wagner, Jan-Cedrik Schmeer, Reiner Jüngst (Feuerwehrverband Wetzlar), Erwin Strunk (Leiter der Feuerwehr)

Rauchentwicklung aus Haus in Garbenheim

Die Feuerwehr Wetzlar wurde mit den Stadtteilwehren Garbenheim und Innenstadt, dem Einsatzleitwagen aus Hermannstein, dem Diensthabenden Technischen Einsatzleiter und dem Pressedienst zu einer Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus in den Wacholderberg nach Garbenheim alarmiert.

Vermutlich haben die Bauarbeiten am Haus dafür gesorgt, dass der Rauch aus dem Kaminofen nicht ordentlich abziehen konnte und sich so auch im Haus ausbreitete. Wir kontrollierten alle Stockwerke im betroffenen Haus und auch von außen über das Gerüst, sowie über den Teleskopmast wurden Kontrollen durchgeführt. Mittels eines Überdrucklüfters wurde der Rauch aus dem Haus geblasen.

Nach ca. einer Stunde war unser Einsatz beendet.

 

Feuerwehr Wetzlar ist für die Waldbrandsaison gut gerüstet.

Nach knapp 1,5 Jahren Planungs- und Beschaffungszeit sind jetzt alle benötigen Gerätschaften eingetroffen, so dass das neue Konzept im Einsatz umgesetzt werden kann. Dabei wurden alle 11 Stadtteile mit einer identischen Waldbrandausstattung für den ersten Angriff ausgestattet. Sie besteht aus Löschrucksäcken, Werkzeugen zur Bodenbearbeitung und einem Rucksack mit Schläuchen und passenden Strahlrohren, speziell für den Waldbrand.

Ergänzt wird diese Ausstattung für den ersten Angriff mit dezentral gelagerter, ergänzender Ausstattung. Um Wasser über eine längere Wegstrecke fördern zu können, wurden zwei Tragkraftspritzen angeschafft. Diese werden in der Innenstadt stationiert und können mit dem geländegängigen Logistikfahrzeug zusammen mit dem benötigten Schlauchmaterial schnell in den Einsatz gebracht werden. Der weitaus größte Teil der ergänzenden Ausstattung wird in Münchholzhausen und Naunheim gelagert. Diese beiden Wehren bringen dann Feuerpatschen, Schläuche, Faltbehälter für Löschwasser und weiteres Werkzeug zur Bodenbearbeitung mit den bereits vorhandenen Transportanhängern an die jeweilige Einsatzstelle.  Das Konzept wurde vom stv. Amtsleiter der Feuerwehr Wetzlar, Thorsten Kraft, zusammengestellt. Dabei unterstützte auch der für Wetzlar zuständige Förster Thomas George, der zusammen mit der Feuerwehr Wetzlar auch Befahrungen von Waldwegen durchführte und dabei auch die Besonderheiten des Wetzlarer Waldes aufzeigte. Die Vorgaben aus dem Waldbrandkonzept des Landes Hessen und die im Austausch mit anderen Feuerwehren, z.B. Fernwald-Annerod, gewonnen Erkenntnisse sind ebenfalls in das Wetzlarer Konzept eingeflossen.

Bei der offiziellen Übergabe schaute sich auch Wetzlars Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent, Manfred Wagner, die vielen neuen Gerätschaften an. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für das Engagement und die vielen Detaillösungen, die in das neue Konzept eingeflossen seien. Die ca. 120.000 € seien hier gut investiertes Geld, dass unterm Strich der ganzen Wetzlarer Bürgerschaft zugutekomme. Die Erfahrung der letzten Jahre habe gezeigt, das es auch in den heimischen Wäldern zu größeren Brandereignissen kommen könne. Daher sei es gut, dass man sich frühzeitig mit solchen Konzepten beschäftigte, um dann im Ernstfall auch gut vorbereitet zu sein.

v.l.n.r. Thorsten Kraft, stv. Amtsleiter Feuerwehr Wetzlar, Lea Hartmann und Patrick Gerhardt vom Amt für Brandschutz, der Leiter der Feuerwehr Wetzlar, Erwin Strunk und Oberbürgermeister Manfred Wagner.

 

Feuerwehr Wetzlar gut aufgestellt

In seiner letzten Jahreshauptversammlung als Leiter der Feuerwehr Wetzlar ging Erwin Strunk auf Einsätze, Bauvorhaben und Mitgliederentwicklung ein.

675 Einsatzereignisse, 319 Einsatzkräfte, 151 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, 142 Kinder in der Kinderfeuerwehr und 88 Mitglieder in den Alters- und Ehrenabteilungen. Die beiden Musiktreibenden Züge (Spielmannszug Wetzlar und Blasorchester Garbenheim) zählen 68 Musiker. Das ist die Feuerwehr Wetzlar in Zahlen. Strunk zeigte auf, dass die Mitgliederzahlen bei den Einsatzkräften leicht zurückgegangen seien. Dies liege allerdings innerhalb der normalen Fluktuation und werde durch Übergänger aus der Jugendfeuerwehr bereits in 2026 wieder ausgeglichen. Im Amt für Brandschutz seien 15 hauptamtliche Einsatzkräfte und eine Mitarbeiterin in der Verwaltung beschäftigt. Die 675 Einsatzereignisse führten zu 1057 Alarmierungen in den 11 Stadtteilwehren und den Hauptamtlichen Kräften. Die Einsätze gliedern sich in 119 Brände, 207 Technische Hilfeleistungen, 263 Fehlalarmen und 86 Brandsicherheitsdienste auf.

Der Ausbildungsstand in den Wehren sei hervorragend, stellte der Leiter der Feuerwehr fest. Er begründete das unter anderem damit, dass die Einsatzkräfte 319 Lehrgänge und Seminare im Jahr 2025 besucht hätten.

Die Ausstattung der Feuerwehr Wetzlar sei ebenfalls auf einem guten Stand. Im Jahr 2025 sei ein neuer Kommandowagen in Dienst gestellt worden. Ein weiteres Wechselladerfahrzeug und ein neuer Werkstattwagen seien im Zulauf. Die neue Dreheiter sei in der Produktion beim Aufbauhersteller. Mit der Auslieferung sei noch in diesem Jahr zu rechnen. Das Land Hessen teilte 2025 einen Gerätewagen-Logistik für den Katastrophenschutz der Stadt Wetzlar zu. Stationiert sei das Fahrzeug in Niedergirmes.

Der Neubau in der Innenstadt könne laut Strunk im August bezogen werden. Der Neubau im Stadtteil Garbenheim werde im Herbst beginnen. In Dutenhofen werde es voraussichtlich im Herbst 2027 mit dem Bau des neuen Gerätehauses los gehen können.

Strunk bedankte sich bei allen Mitgliedern der Feuerwehr Wetzlar. Er hob dabei im Besonderen die Lebensparterinnen und Lebenspartner sowie die Arbeitgeber der Einsatzkräfte hervor. Nur durch deren Unterstützung sei es möglich, dass die Einsatzkräfte jederzeit an Einsätzen teilnehmen können. Am Ende der Versammlung merkte Erwin Strunk an, dass dies seine letzte Jahreshauptversammlung als Leiter der Feuerwehr Wetzlar gewesen sei. Er werde im November diesen Jahres nach 25 Jahren als Leiter der Feuerwehr in Pension gehen. Auch wenn der offizielle Eintritt in den Ruhestand erst im kommenden Jahr sei, würden die Überstunden und Resturlaubstage das frühere Ende seiner aktiven Zeit begründen.

Oberbürgermeister Manfred Wagner ging in seinen Grußworten auf das baldige Ausscheiden von Erwin Strunk als Leiter der Feuerwehr ein. „Die Zusammenarbeit mit ihnen hat immer Spaß gemacht, Sie haben ein hohes Maß an Fachwissen. Herzlichen Dank für dieses herausragende Engagement“, war vom Oberbürgermeister zu hören. Er ging auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen dem ehrenamtlichen und dem hauptamtlichen Teil der Feuerwehr Wetzlar ein. „Sie sorgen in dieser Kombination für Sicherheit in unserer Stadt, herzlichen Dank dafür“. Die Gremien der Stadt Wetzlar wüßten das zu schätzen, denn trotz knapper Haushaltsmittel, werde bei der Feuerwehr nicht gespart. Das sehe man unter anderem auch daran, dass in der Innenstadt die Fertigstellung des Neubaus in greifbarer Nähe sei und auch in den Stadtteilen Garbenheim und Dutenhofen sei man in Sachen Planung der Neubauten weit fortgeschritten. Für den Stadtteil Blasbach sei man in der Planungsphase. Wagner berichtete davon, dass bei der letzten Vor-Ort Besprechung im Neubau in der Ernst-Leitz-Straße das Teleskopmastfahrzeug probeweise in die neue Fahrzeughalle gefahren wurde. Augenzwinkernd räumte der OB damit auch das Gerücht aus der Welt, dass die Fahrzeuge nicht durch die Tore des Neubaus passen würden.

Aus der Partnerstadt Ilmenau berichtet Dr. Tobias Nowak. Für den Lahn-Dill-Kreis richtete Kreisbrandinspektor Harald Stürz ein Grußwort an die Anwesenden.

Dr. Sven Holland, Brandschutzdezernent im Regierungspräsidium Giessen, dankte den Einsatzkräften aus der Goethestadt. Auch er ging auf den guten Ausbildungsstand ein und begründete das mit dem Einsatz am Wetzlarer Krankenhaus im Februar 2026. Hier habe aus seiner Sicht alles sehr gut geklappt. Vor allem die sehr gute Zusammenarbeit mit den vielen beteiligten Stellen hob er besonders hervor.

Für den erkrankten Stadtkinderfeuerwehrwart verlas der Kinderfeuerwehrwart Pascal Nickel (Münchholzhausen) den Jahresbericht.

René Kauferstein verlass den letzten Bericht in seiner Funktion als Stadtjugendwart. Bei der turnusmäßigen Wahl in der letzten Jugendwartedienstversammlung verzichtete er auf eine erneute Kandidatur. Mara Seipp (Hermannstein) und Celina Wucke (Garbeheim) bilden nun das neue Führungsduo der Wetzlarer Jugendfeuerwehr. Gemäß Satzung muss diese Wahl in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung bestätigt werden. Das erfolgte in beiden Positionen einstimmig.

Für den Musikalischen Rahmen sorgte das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Wetzlar – Garbenheim unter der Leitung von Dr. Jennifer Nowak.

  • Befördert wurden:
    • Manuel Rompf (Innenstadt) und Christoph Gick (Blasbach) zum Brandmeister,
    • Michael Zylka (Niedergirmes) zum Oberbrandmeister
    • Yusuf Colak (Niedergirmes) und Matthias Golletz (Innenstadt) zum Hauptbrandmeister
  • Verabschiedung in die Alters- und Ehrenabteilung:
    • Armin Mack (Dutenhofen)

 

 

v.l.n.r.: Armin Mack, Manuel Rompf, Matthias Golletz, Yusuf Colak, Christoph Gick, Michael Zylka, Oberbürgermeister Manfred Wagner, Leiter der Feuerwehr Erwin Strunk
Oberbürgermeister Manfred Wagner
Erwin Strunk, Leiter der Feuerwehr Wetzlar
Das Blasorchester aus Garbeheim spielt zur Eröfnung auf